Joerg Seidler

Gnade!!!

Gnade2In unserer Geschäftswelt geht es oft gnadenlos zu. Wettbewerber, Verhandlungspartner und Liefer­an­ten bekommen den harten Umgang des Marktes zu spüren. Mitarbeiter und Kollegen leiden unter dem gnadenlosen Druck und erleben ihre Arbeit als einen ständigen Kampf, den sie kaum gewinnen können.

Selbst Mitarbeiter in christlich geführten Firmen berichten von Chefs, die gnadenlos mit ihnen umgehen. Wie kann das sein? Gerade Christen wissen doch, dass wir alle „Begnadigte“ sind. Allein aus Gnade, nicht aus eigenem Verdienst dürfen wir uns Kinder Gottes nennen. Die Gnade Gottes ist der Kern der guten Botschaft, dem Evangelium.

Aber was bedeutet Gnade eigentlich? Sie ist einer der am häufigsten genannten Begriffe im neuen Testament und kommt ständig in Predigten und Liedern vor. Dennoch scheint es schwierig zu sein, sie in unseren Alltag hineinzutragen. Gnade hat Gegenspieler: das Gesetz und die (eigene) Leistung. Diese beiden spielen besonders im Arbeitsumfeld zentrale Rollen. Vielleicht hat die Gnade deshalb bisher so wenig in unseren Firmen Einzug gehalten?

Gott ist gnädig. Wir sollen es auch sein. Gnade verstehen heißt Gott verstehen und sich selbst neu einordnen. Das verändert unser ganzes Leben. Zunächst unser Glaubensleben, dann die anderen Bereiche. Der Autor des Römerbriefes hat erlebt, wie schwer es den Menschen fällt, sich auf ein Denken, Glauben und Handeln aus der Gnade Gottes einzulassen. Deshalb hat er nicht weniger als 8 Kapitel diesem Thema gewidmet. Kommt, wir schauen mal zusammen rein und machen uns auf die Suche nach Schätzen für uns und unser Lebensumfeld privat und bei der Arbeit. Fangen wir gleich mit

Römer 1,15-17                     Gerecht aus Glauben an.

Römer 2,1-16                       So wäre es ohne Gnade – die Wirkungsweise des Gesetzes

Römer 2,17-29                     Auch religiös sein nützt nichts! Es kommt auf den heiligen Geist an! V.29

Römer 3,9-20 + 7,14-25       Keiner schafft es. Es geht einfach nicht durch eigene Anstrengung!

Römer 3,21-31                     Doch Gottes Gerechtigkeit ist nur im Glauben zugänglich – durch Gnade V.24

Römer 4,1-25                       Beispiel Abraham: Nicht durch Leistung, sondern durch Glauben

Römer 5,1-11                       Freier Zugang zu Gott durch Gnade + Verheißung der Ewigkeit

Römer 5,12-21                     Vergleich Adam (altes Denken) und Jesus (neues Denken = frohe Botschaft)

Römer 6,1-23                       Zwei Erklärungsweisen: Tot für die Sünde und der Sklavenvergleich

Römer 7,1-6                         Befreit vom Gesetz – frei für Gott.

Römer 7,7-13                       Die Sünde missbraucht das Gesetz, um uns zu verführen

Römer 8,1-17 + 31-39          Die große Zusammenfassung und die ewige Zusage seiner Liebe!

 

Diese Fragen können uns helfen, ins Gespräch zu kommen:

  1. Wie drückt sich in diesem Abschnitt die Gnade Gottes aus?
  2. Was bedeutete diese Aussage im Brief für die Gemeinde in Rom?
  3. Wie kann sich diese Aussage in meinem Glaubensleben und meinem Arbeitsumfeld auswirken?

Was wir zum Leben brauchen

Wer einmal einen schweren Unfall hatte, eine lange Krankheit oder wer mit Katastrophen in Berührung gekommen ist, wird sich ganz neu der wenigen Dinge bewusst, die eigentlich wichtig sind und die im Grunde alles sind, was wir zum Leben brauchen. Vieles, was wir im Laufe der Zeit für selbstverständlich gehalten haben, wird auf einmal unendlich wertvoll. Plötzlich sind wir glücklich darüber, dass uns jemand die Hand hält und ein paar Worte des Trostes zuspricht, dankbar für ein einfaches Glas sauberes Wasser und ein Stück Brot.

Im krassen Gegensatz dazu steht, womit wir uns die meiste Zeit in der Woche beschäftigen. Der Stress bei der Arbeit, die vielen Erledigungen, die Stunden vor dem Fernseher oder im Internet…

In dieser kleinen Serie wollen wir uns mit den wirklich lebenswichtigen Dingen beschäftigen. Aussagen aus der Bibel, die wir zum Leben brauchen und die vielleicht im Laufe der Zeit in den Hintergrund der Selbstverständlichkeit gerutscht sind. Wer sich bewusst macht, was im Leben am nötigsten ist, legt den Grundstein für Dankbarkeit und ein glücklicheres Leben. Und er kann einen Blick dafür entwickeln, was er anderen weitergeben sollte. rotes Kreuz

Brot                 Johannes 6,24-51                 Matthäus 6,7-13

Wasser           Johannes 4,5-30+39-42       Johannes 7,37+38

Licht                Johannes 12,34-41+44-50   Matthäus 5,13-16                Psalm 84,12

Liebe               1. Johannes 4,7-21               Römer 5,6-11

Schutz             Johannes 10,1-16                 Psalm 18,1-8+17-21

Annahme        Psalm 103                             Lukas 15,17-24

Vergebung      1.Johannes 1,5-10                Epheser 1,3-14                     Epheser 4,32

Familie           Galater 4,3-7                        Matthäus 12,46-50

Führung          Psalm 139,23+24                  Jesaja 45,1-6                        Psalm 32,8

Sinn                 Philipper 3,2-20                   Johannes 6,66-69

 

Diese Fragen können uns helfen, ins Gespräch zu kommen:

  1. Wie ist es den Menschen in der Antike mit diesen Aussagen gegangen?
  2. Wie hast Du in Deinem Leben dieses lebenswichtige Gut erfahren?
  3. Wie können wir das heute weitergeben?

Erkenntnisse für unser Geschäftsleben aus ausgesuchten Zitaten von Dietrich Bonhoeffer

Bonhoeffer

  1. Es gehört zur Schule der Demut, daß wir unsere Zeit nicht in eigene Regie nehmen, sondern sie von Gott füllen lassen.
  1. Wir wollen Christus gehorchen und gehören, sonst niemandem!
  1. Ich glaube, daß auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind und daß es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.
  1. Das Gebet in der Frühe entscheidet über den Tag.
  1. Wer einen Menschen verachtet, wird niemals etwas aus ihm machen können. Nichts von dem, was wir im anderen verachten, ist uns selbst ganz fremd.
  1. Der Mensch lebt notwendig in einer Begegnung mit anderen Menschen, und ihm wird mit dieser Begegnung in einer je verschiedenen Form eine Verantwortung für den anderen Menschen auferlegt.
  1. Man wird nicht für sich allein ein „Ganzer“, sondern nur mit anderen zusammen.
  1. Große Programme führen uns immer nur dort hin, wo wir selbst sind; wir aber sollten uns nur dort finden lassen, wo Er ist.
  1. Man soll Gott in dem finden und lieben, was er uns gerade gibt; wenn es Gott gefällt, uns ein überwältigendes irdisches Glück genießen zu lassen, dann soll man nicht frömmer sein als Gott.
  1. Es gibt zwei Möglichkeiten, einem Menschen, der von einer Last gedrückt wird, zu helfen. Entweder man nimmt ihm die ganze Last ab, so daß er künftig nichts mehr zu tragen hat. Oder man hilft ihm tragen, in dem man ihm dies Tragen leichter macht. Jesus will nicht den ersten Weg mit uns gehen.
  1. Es ist sehr viel leichter, eine Sache prinzipiell als in konkreter Verantwortung durchzuhalten.
  1. Der Wille Gottes kann sehr tief verborgen liegen unter vielen sich anbietenden Möglichkeiten.
  1. Die Stunde unseres Scheiterns ist die Stunde der unerhörten Nähe Gottes und gerade nicht der Ferne.
  1. Unrecht leiden schadet keinem Christen. Aber Unrecht tun schadet.
  1. Es ist der Vorzug und das Wesen der Starken, daß sie die großen Entscheidungsfragen stellen und zu ihnen klar Stellung nehmen können. Die Schwachen müssen sich immer zwischen Alternativen entscheiden, die nicht die ihren sind.
  1. Wir müssen lernen, die Menschen weniger auf das, was sie tun und unterlassen, als auf das, was sie erleiden, anzusehen.
  1. Es ist zwar nicht wahr, daß der Erfolg auch die böse Tat und die verwerflichen Mittel rechtfertigt, aber ebenso wenig ist es möglich den Erfolg als etwas ethisch völlig Neutrales zu betrachten.
  1. Man überschätzt wohl leicht das eigene Wirken und Tun in seiner Wichtigkeit gegenüber dem, was man nur durch andere geworden ist.

 

Diese Fragen bzw. Aufgaben können helfen, dem Gespräch eine gute Richtung zu geben:

  1. Suche zu den Zitaten passende Bibelstellen heraus.
  2. Welche Bedeutung hat dieses Thema in unserer persönlichen Führungsrolle?
  3. Wie setze ich dieses Thema bei eigenen Entscheidungen um?
  4. Wo habe ich selbst noch Mangel und Nachholbedarf?

Erholung – ein Geschenk Gottes

Zur Ruhe kommen, der Hektik des Alltags entfliehen, Zeit haben für Gott, Lasten ablegen, neue Lebensperspektiven finden, Kraft schöpfen für neue Herausforderungen.

ausruhen

Unser Leben ist so vollgepackt mit Aufgaben, Arbeit, Freizeit, Familie und Beziehungen. Wir rennen von einem Event zum nächsten. Leisten, arbeiten, sorgen, kreieren, entwickeln, feiern … Und dabei vergessen wir oft den grössten Luxus, den Gott uns zugesteht: sich einfach mal auszuruhen.

Als Gott den Menschen seine Gebrauchsanweisung fürs Leben gegeben hat, stand der Punkt «Ausruhen» an vierter Stelle. Wahrscheinlich, weil Gott ganz genau wusste, dass wir das gerne vergessen oder hinten anstellen.

  • Neue Kraft schöpfen                                Matthäus 11, 28-30
  • Erholung nur für Reiche?                        Lukas 12,19f                         
  • Seelenruhe                                                Psalm 62,2-6; 131,2              
  • Prüfe Deinen Lebensstil!                         Mose 2,2; 2.Mose 20,8ff; Markus 2,27, Lukas 6,6-11
  • Entfliehen                                                  Psalm 55,7
  • Allein sein                                                  Matthäus 14,13
  • Ausruhen nach einem langen Weg         Esra 8,32; 2. Samuel 16,14
  • Umkehr und Stille                                     Jesaja 30,15; Hebräer 4,9-11
  • Der Herr ist mein Hirte.                            Psalm 23

Diese Fragen können helfen, dem Gespräch eine gute Richtung zu geben:

  1. Welche Bedeutung hat dieses Thema in meinem eigenen Alltag?
  2. Wie setze ich dieses Thema selbst um?
  3. Wie kann ich andere in dieser Hinsicht fördern?
  4. Wo habe ich selbst noch Mangel und Nachholbedarf?

Jesus betet für seine Leute – also auch für uns!

Chef betet

Jesus hat viel Zeit im Gebet verbracht. Nicht viele seiner Gebete sind überliefert, aber im Johannes-Evangelium Kapitel 17 ist eines Wort für Wort aufgezeichnet. In den ersten Versen beschreibt Jesus seine Rolle bei der Rettung der Menschheit und erklärt das ewige Leben in einem Satz (Vers 3): „Das ewigen Leben zu haben heißt, dich zu kennen, den einzigen wahren Gott, und den zu kennen, den du gesandt hast, Jesus Christus.“

In den folgenden Versen betet Jesus für seine Jünger und für die Menschen, die durch diese Jünger noch zu seinen Nachfolgern werden – also für uns. Wir wollen uns dieses „hohepriesterliche Gebet“ in den nächsten Wochen näher anschauen.

Könnte es sein, dass das Gebet Jesu für seine Jünger auch für uns wichtig sein sollte, mit Blick auf die Menschen, die Gott uns anvertraut hat?

Wir wollen bei jedem Treffen zunächst den ganzen Abschnitt (Vers 6-26) laut lesen und damit den Text als Ganzes besser kennenlernen. Dann lesen wir den Vers oder die Verse, die dran sind, noch einmal und tauschen uns anschließend darüber aus.

  • Verse 6-8               Um wen geht es? Wir haben angenommen und erkannt, sind überzeugt und gläubig.
  • Verse 9-10             Sein Eigentum. Seine Herrlichkeit ist uns offenbar geworden.
  • Verse 11-12+15     Bewahrung. Offensichtlich brauchen wir höchsten Schutz.
  • Vers 13                  Füllung. Ganz von Freude erfüllt.
  • Verse 14+16          Fremde. Wir gehören woanders hin.
  • Verse 17+19          Weihe. Die Wahrheit verwandelt uns.
  • Vers 18                  Sendung. Wir haben einen Auftrag.
  • Verse 20-23           Einheit. Die Herrlichkeit bleibt nicht ohne Wirkung.
  • Vers 24                  Perspektive. Wir sollen sein, wo er ist.
  • Verse 25+26          Offenbarung und Liebe. Er will uns mit Liebe füllen.

Wer dran ist, den Bibelaustausch zu moderieren, soll keine Bibelarbeit vorbereiten.
Es genügt, den Text einmal vorher zuhause zu lesen und sich mit den jeweiligen Versen ein vertraut zu machen. Die Fragen helfen beim Austausch den Text besser zu durch­dringen und auf unsere heutige Situation anzuwenden.

  1. Was meint Jesus in diesen Versen?
  2. Warum ist das auch für uns von großer Bedeutung?
  3. Wie kann ich in ähnlicher Weise für die mir anvertrauten Menschen beten?

Johannes 17,6-26

6     »Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir, du hast sie mir gegeben, und sie haben sich nach deinem Wort gerichtet.

7     Sie wissen jetzt, dass alles, was du mir gegeben hast, tatsächlich von dir kommt.

8     Denn was du mir gesagt hast, habe ich ihnen mitgeteilt, und sie haben es angenommen und haben erkannt, dass ich wirklich von dir gekommen bin; sie sind zu der Überzeugung gelangt und glauben daran, dass du mich gesandt hast.

9     Für sie bete ich. Ich bete nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein Eigentum.

10  Alles, was mir gehört, gehört dir, und was dir gehört, gehört mir; und meine Herrlichkeit ist ihnen offenbar geworden.

11  Bald bin ich nicht mehr in der Welt, ich komme ja zu dir. Sie aber sind noch in der Welt. Vater, du heiliger Gott, der du mir deine Macht gegeben hast, die Macht deines Namens, bewahre sie durch diese Macht, damit sie eins sind wie wir.

12  Solange ich bei ihnen war, habe ich sie durch die Macht bewahrt, die du mir gegeben hast, die Macht deines Namens. Ich habe sie beschützt, und keiner von ihnen ist verloren gegangen – keiner außer dem, der verloren gehen musste; doch das geschah, weil sich erfüllen sollte, was in der Schrift vorausgesagt ist.

13  Jetzt aber komme ich zu dir. Ich sage das alles, solange ich noch hier in der Welt ´bei ihnen` bin, damit meine Freude sie ganz erfüllt.

14  Ich habe ihnen dein Wort weitergegeben, und nun hasst sie die Welt, weil sie nicht zu ihr gehören, so wie auch ich nicht zu ihr gehöre.

15  Ich bitte dich nicht, sie aus der Welt herauszunehmen; aber ich bitte dich, sie vor dem Bösen zu bewahren.

16  Sie gehören nicht zur Welt, so wenig wie ich zur Welt gehöre.

17  Mach sie durch die Wahrheit zu Menschen, die dir geweiht sind. Dein Wort ist die Wahrheit.

18  So wie du mich in die Welt gesandt hast, habe ich auch sie in die Welt gesandt.

19  Und für sie weihe ich mich dir, damit auch sie durch die Wahrheit dir geweiht sind.«

20  »Ich bete aber nicht nur für sie, sondern auch für die Menschen, die auf ihr Wort hin an mich glauben werden.

21  Ich bete darum, dass sie alle eins sind – sie in uns, so wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast.

22  Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich nun auch ihnen gegeben, damit sie eins sind, so wie wir eins sind.

23  Ich in ihnen und du in mir – so sollen sie zur völligen Einheit gelangen, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und dass sie von dir geliebt sind, wie ich von dir geliebt bin.

24  Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, dort sind, wo ich bin. Sie sollen bei mir sein, damit sie meine Herrlichkeit sehen – die Herrlichkeit, die du mir gabst, weil du mich schon vor der Erschaffung der Welt geliebt hast.

25  Vater, du gerechter Gott, die Welt kennt dich nicht; aber ich kenne dich, und diese hier haben erkannt, dass du mich gesandt hast.

26  Ich habe ihnen deinen Namen offenbart und werde es auch weiterhin tun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, auch in ihnen ist, ja damit ich selbst in ihnen bin.«

Neue Genfer Übersetzung

Verwandlung der Persönlichkeit

Verwandlung(Bild: ProSieben/Charlie Sperring)

Einer der stärksten Texte der Bibel, in dem es um das neue Leben in Christus geht, steht im Kolosserbrief.

Dabei ist zur Veranschaulichung von einem Kleiderwechsel die Rede.

Natürlich geht es nicht um einen neuen Style, eine neue Außenwirkung, wie auf vielen „Vorher-Nachher“-Bildern. Die Veränderung durch ein Leben in Christus geschieht zuerst im Herzen, im Geist, in der Persönlichkeit. Doch wenn die Veränderung bleibende Wirkung entfaltet, dann wird sie unweigerlich auch nach außen sichtbar. Man könnte sogar von einer richtigen Verwandlung sprechen.

Wie sieht der verwandelte Mensch aus? Was muss er ablegen, was anziehen? Was muss er selbst tun, was verwandelt Gott?

Für die nächsten Wochen ändern wir einmal unsere Vorgehensweise ein wenig: Wir lesen bei jedem Treffen den ganzen Text Kol.3,1-17 laut und vertiefen damit auch unsere Vertrautheit mit diesem grundlegenden Abschnitt als Ganzes. Anschließend lesen wir den Vers oder die Verse, die dran sind, noch einmal und tauschen uns darüber aus.

  • Verse 1-4        Neues Leben. Mit dem Kopf in den Wolken?
  • Verse 5-9        Ausziehen. Was vom alten Menschen noch getötet werden muss.
  • Verse 10-11     Neu erschaffen. Von Gott fortwährend erneuert werden.
  • Vers 12           Einkleiden. Mitgefühl, Freundlichkeit, Bescheidenheit, Rücksichtnahme, Geduld.
  • Vers 13           Vergebung. Nachsichtig sein, vergeben wie Gott uns vergeben hat.
  • Vers 14           Liebesband. Vollkommene Einheit durch Liebe.
  • Vers 16           Lehren und Singen. Aus tiefstem, dankbaren Herzen.
  • Verse 17         Alles. Alle Worte, alle Taten im Namen des Herrn Jesus, dem Herrn.

Wer dran ist, muss keine Ausarbeitung vorbereiten. Es genügt, den Text einmal vorher zuhause zu lesen und sich schon einmal Gedanken zum jeweiligen Vers im Blick auf die Fragen zu machen. Sie sollen helfen, dem Gespräch eine gute Richtung zu geben:

  1. Wie wirkt sich diese Verwandlung konkret aus? Kennst Du ein Vorbild?
  2. Was tut Gott, was muss ich tun?
  3. Wie wird sich eine solche Veränderung auf mein Arbeitsumfeld auswirken?
  4. Was fehlt noch bei mir? Welche Verwandlung wünsche ich mir noch?

Wie man kluge Entscheidungen fällt

wegweiserErfolg hängt großenteils von weisen Entscheidungen ab. 

F. W. Boreham sagte: ”Wir machen unsere Entscheidungen und dann machen Sie uns.” Deshalb trägt jede Entscheidung auch ein Risiko in sich. Wir können das Ergebnis nicht immer vorhersagen.

Müssen Sie sich in diesen Tagen mit schwierigen Entscheidungen befassen ? Versuchen Sie die folgenden 8 Schritte der Entscheidungsfindung, die aus dem Buch der Sprüche in der Bibel stammen:


1. Schritt: Bete um Führung (Inspiration) 

– Beginne damit Gott zu bitten Dir SEINE Perspektive des Problems zu zeigen. Intuition ist oft der falsche Weg. ‚Wer auf seinen Verstand vertraut, der ist ein Tor; wer aber in Weisheit lebt, der wird entkommen.’ Sprüche 28:26

2. Schritt: Sammle die Fakten (Information)

– Fälle keine Entscheidungen die auf Unkenntnis basieren. Finde zuerst alles heraus, was Du kannst. ‚Jeder Kluge handelt mit Bedacht; ein Tor aber breitet Narrheit aus‚ Sprüche 13:16 – ‚Wie dumm, vor Kenntnis aller Fakten zu entscheiden‚ Sprüche 18:13  – ‚Bemühe dich um jeden Preis um die Fakten …‚ Sprüche 23:23

3. Schritt: Frage nach Rat (Konsultation)

– Rede mit jemandem, der das Risiko bereits einmal eingegangen ist – wenn möglich. Es ist weise, aus Erfahrungen zu lernen – aber es ist noch viel weiser, aus den Erfahrungen anderer zu schöpfen ! Auf diese Weise musst Du nicht alles auf dem harten Weg lernen ‚Nimm gute Ratschläge an und Du wirst Erfolg haben.‚ Sprüche 20:18 – ‚Ein intelligenter Mann ist stets offen für neue Gedanken – in der Tat sucht er sogar nach ihnen‚ Sprüche 18: 15

4. Schritt: Setz’ Deine Ziele: (Auswahl)

– Sei sicher, dass Du Grund und Zweck/die Tragweite der Entscheidung verstehst, die Du gerade fällst. Man kann nicht zwei Kaninchen gleichzeitig jagen. ‚Eine intelligenter Mann streckt sich nach weisen Entscheidungen aus, aber ein Dummkopf versucht vieles gleichzeitig zu erreichen.‘ Sprüche 17:24

5. Schritt: Berechne die Kosten (Bewertung)

– Das nennt man ein ‘kalkuliertes Risiko’. Frage Dich selbst: (1) Ist es erforderlich ? (2) Was kostet es … im Hinblick auf Zeit, Energie und Geld ? (3) Ist es das wert ? ‚Es ist eine Falle, etwas vorschnell zu tun und erst später das Versprochene zu bewerten‚ Sprüche 20:25

6. Schritt: Ein Plan für Probleme (Vorbereitung) 

– Denken Sie an Murphy’s Gesetz – und der war ein Optimist ! Ignoriere Probleme nicht, sie werden Dich nicht ignorieren ! Also sei vorbereitet. ‚Begib’ Dich nicht in eine Schlacht ohne Plan‚ Sprüche 20: 18 – ‚Ein verständiger Mann hält nach Problemen Ausschau und bereitet sich darauf vor ihnen zu begegnen. Ein Unverständiger sieht nie voraus und trägt die Konsequenzen.‘ Sprüche 22:3

7. Schritt: Trete Deinen Ängsten entgegen: (Konfrontation)

– Furcht ist kein Zeichen von Schwäche – es ist ein Zeichen von Menschlichkeit. Mut ist nicht die Abwesenheit von Furcht, sondern vielmehr das Vorwärtsschreiten trotz Deiner Furcht. ‚Menschenfurcht stellt eine Falle; wer aber auf den HERRN vertraut, ist in Sicherheit‚ Sprüche 29:25

8. Schritt: Gehe vorwärts (Inangriffnahme)

– Das ist der Punkt an dem man aufhören muss zu reden und handelt. Du musst anfangen. ‚Befiehl dem HERRN deine Werke, und deine Gedanken werden zustande kommen‚ Sprüche 16:3

(Übersetzung eines Artikels von Rick Warren)

 

Diese Fragen können helfen, dem Gespräch eine gute Richtung zu geben:

1. Welche Bedeutung hat dieses Thema in unserer persönlichen Führungsrolle?

2. Wie setze ich dieses Thema bei eigenen Entscheidungen um?

3. Wie kann ich andere (junge) Leiter in diesem Aspekt fördern?

4. Wo habe ich selbst noch Mangel und Nachholbedarf?

Jesus Christus – unsere Hilfe in allen Lebenslagen

jesus

 

 

– Die Kunst zu warten

Harre auf den HERRN und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, das Land zu besitzen …

                                               Psalm 37: 7, 9, 34

 

Es scheint heute so zu sein, dass wir alles eilig erledigen müssen, selbst wenn wir nicht
genau wissen, warum. Jeder ist geschäftig, jeder ist eilig – deshalb müssen wir dasselbe
tun. Aber es gibt einen gewissen Wert des Wartens, etwas das wir nicht durch die
Komprimierung der Zeit erreichen können.

 

– Versorgung – Was bringt die Zukunft

Mein Gott aber wird alles, wessen Ihr bedürft erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Jesus Christus

Philipper 4:19

– Wie man Erfolg hat

Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von Deinem Mund weichen und Du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit Du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist, denn dann wirst Du auf Deinen Wege zum Ziel gelangen, und dann wirst Du Erfolg haben

Josua 1:8

Wer wohnt hier?

Klingel

 

Liebe Freunde,

Der Psalm 48 ist ein Lied der Freude und Bewunderung über Gott und seine Stadt, Jerusalem. Wieso ist Jerusalem die Stadt Gottes? Sicher spielte eine wichtige Rolle, dass Er der Gott Israels und Jerusalem die Hauptstadt seines Volkes war. Sicher auch, weil seine Gegenwart dort im Tempel Wohnung nahm.

 

Aber obwohl Jerusalem ohne Zweifel eine besondere Stadt war, so wird sie doch auch schon damals viele Merkmale einer „ganz normalen“ Stadt gehabt haben: Nicht alle Bewohner werden fromme Anbeter gewesen sein. Auch in Jerusalem wird es säkulare Gesetze und Gebräuche gegeben haben, die nicht alle Gottes Zustimmung hatten. Es wird verschiedene Religionen, Ungerechtigkeiten, Sünde, Kriminalität, Krankheit und Leid gegeben haben. Schließlich ist hier von einer antiken Großstadt die Rede, nicht vom Paradies. Dennoch war Jerusalem eine Stadt, in der Gott wohnte und die er „seine Stadt“ nannte. Und heute?

 

Gemäß dem Wort Gottes nimmt Gott ja in denen Wohnung, die ihn aufnehmen und ihn lieben und seine Worte halten.

Johannes 14,23   Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

Epheser 2,22       Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.

Wenn wir diese Worte ernst nehmen, dann könnten wir die Aussagen von Psalm 48 auf uns und unseren persönlichen Einflussbereich und vielleicht sogar auf unsere Firma beziehen? Wie würde das praktisch aussehen?

 

  •    Alle Verse     Lob und Dank.

Der ganze Psalm ist durchzogen von Lob und Dank. Wie zeigt sich meine Haltung in Lob+Dank im Geschäftsalltag?

  •    Verse 2+3     Fundament.

Worauf ist meine Firma aufgebaut? Was sind die Grundwerte? Was ist das Fundament?

  •    Vers 4           Gott wohnt hier.

Wie kann Gott in meiner Firma wohnen?

  •    Verse 5-8      Feinde.

Welchen Bedrohungen stehen wir heute gegenüber?

  •    Vers 10         Andacht.

Gibt es einen Ort oder eine Zeit der Andacht in meiner Firma?

  •    Vers 11+12   Gerechtigkeit.

Welches Verständnis von Gerechtigkeit lebe ich aus?

  •    Verse 13-14  Zuflucht und Schutz.

Welches sind unsere Stärken, was schützt uns? Handeln wir so, dass andere geschützt werden?

  •    Verse 13-15  Einzigartig.

Was sind die einzigartigen Stärken meiner Arbeit? Kann man daran etwa Gottes Ehre ablesen?

  •    Vers 15         Führung.

Gott führt sein Volk in seiner Stadt. Führt Gott auch Dich bei der Arbeit und bei den unternehmerischen Entscheidungen? Wenn ja, wie?

 

Diese Fragen helfen, dem Gespräch eine gute Richtung zu geben:

  1. Wie mögen die Aussagen dieser Verse aus Psalm 48 in der Zeit der Korachiter ganz real und praktisch ausgesehen haben?
  2. Lassen sich diese Aussagen auf den Arbeitsalltag von heute beziehen?
  3. Welche Auswirkungen hatte das damals und wie könnten sie heute aussehen?
  4. Was fehlt noch bei mir? Was möchte ich gerne ändern?

Jesaja für Chefs

Jesaja für Chefs

 

Am liebsten redet Gott direkt mit seinen Kindern, aber oft fehlt uns das offene Ohr und auch das offene Herz für Gottes Reden. Dann sendet er Botschafter, die mal ermutigen, lehren oder auch den Finger in die Wunde legen und ermahnen.

Besonderes Augenmerk legt Gott von Anfang an auf die Führungspersönlichkeiten seines Volkes: Abraham, Isaak, Jakob, die Erzväter, Mose, Josua, später die Richter und dann die Könige. Häufig standen sie in direkter Verbindung mit Gott.

 

Das hat bei den Königen trotz gestiegener Verantwortung später stark nachgelassen. Hier wird die besondere Bedeutung der Propheten als Botschafter Gottes an den König und das Volk hervorgehoben. Es scheint, dass gerade die Könige auf einen ebenbürtigen Botschafter Gottes angewiesen sind. Schon bei Saul und David wird das stark sichtbar in ihrer Beziehung zu den Propheten Samuel und später Nathan. In der folgenden Zeit hat Gott große Persönlichkeiten als Propheten eingesetzt. Einer davon ist Jesaja, der mit mehreren Königen zu tun hatte.

 

Die große Frage lautet: Wie kommt man von

  •      Jesaja 29,11+12 (geistliche Blindheit der Menschen) zu
  •      Jesjaja 32,3 (die Sehenden können erkennen, die Tauben merken auf)?

 

Mit dieser Frage im Sinn, nähern wir uns dem großen Jesaja und graben nach Weisheiten für Volk und Führungskräfte.

 

Vorsicht, wichtige Warnung!

  •     Jesaja 7,1-9         Lebenswichtig! Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.
  •     Jesaja 5,18-23     Führungskräfte, beugt das Recht nicht!
  •     Jesaja 29,9-16     Ehrt Gott nicht nur mit dem Munde.
  •     Jesaja 30,8-17     Verachtet Sein Wort nicht.

 

Das große Vorbild: Der König der Könige (schon knapp 800 Jahre vorher beschrieben)

  •     Jesaja 9,1-6         Der Fürst des Fiedens
  •     Jesaja 11,1-10     Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn.

 

Führungskräfte loben und danken.

  •     Jesaja 12,1-6       Ich bin sicher und fürchte mich nicht.
  •     Jesaja 25,1-9       Siehe, das ist unser Gott!

 

Führungskräfte agieren aus der Beziehung  zu Gott heraus

  •     Jesaja 26,7-13     Alles, was wir ausrichten, das hat Gott für uns getan.
  •     Jesaja 30,18-22   Gott wird gnädig sein, wenn du rufst.
  •     Jesaja 32,1-8       So sind Gottes Führungskräfte und die Frucht ihres Wirkens
  •     Jesaja 32,12-18   Dann wird die Wüste zum fruchtbaren Lande.

 

Diese Fragen können helfen, dem Gespräch eine gute Richtung zu geben:

  1. Warum spricht der Prophet diesen Aspekt im Blick auf Volk und König an?
  2. Ist das bei unserer Gesellschaft (und im Bereich der Gläubigen) auch so?
  3. Wie kann ich dieses Thema in mein berufliches Umfeld übertragen?
  4. Wo habe ich selbst noch Mangel und Nachholbedarf?