Joerg Seidler

Auf der Suche nach Gott

In den beiden letzten Serien „So ist ER“ und „Wie groß ist Dein Gott?“ drehte sich alles um die Persönlichkeit und Größe Gottes. Doch was ist, wenn ich diesen großartigen Gott in meinem Leben nicht sehe oder kaum großartig erlebe – obwohl ich seit Jahren Christ bin, in der Bibel lese und den Gottesdienst besuche?

Dann muss ich mich wieder auf die Suche machen!

Glauben bedeutet nicht, alles, was uns wiederfährt, wie ein Schicksal einfach hinzunehmen und Gott als die unsichtbare Ursache hinter all dem zu akzeptieren. Ich bin überzeugt, Gott wünscht sich, dass wir ihn in unserem täglichen Leben suchen und finden und mit ihm darin in Beziehung leben. In unseren Alltag, an jedem Tag. Sicher kann ich ihn in Seinem Wort (z.B. in der Losung) finden. Und in der Stille und im Lobpreis, nicht wahr? Aber wie sieht es aus mit unserer Arbeit und unseren Herausforderungen? Könnte es sein, dass er sich gerade dort auch von uns finden lassen will?

Hier einige Bibelabschnitte, in denen das Suchen nach IHM geht:

  • Apostelgesch. 17,22-28   Suche Gott – dazu sind wir bestimmt
  • 5. Mose 4,23-31               Suche Gott in der Not – er wird sich finden lassen
  • 1. Chronik 16,7-14           Suche Gott – und lobe ihn
  • 1. Chronik 28,8-10           Suche Gott – so wirst du ihn finden
  • 2. Chronik 26,1-15           Suche Gott – und er schenkt Gelingen
  • Psalm 9,1-12                   Suche Gott – er lässt dich nicht im Stich
  • Sprüche 8,17                   Suche Gottes Rat und Weisheit – sie sind besser als Gold
  • Psalm 34                         Suche Gott und Seine Nähe – er antwortet, rettet und versorgt
  • Psalm 63                         Suche und dürste und schaue nach Gott Tag und Nacht
  • Psalm 69,30-37               Suche Gott – dann hast du Hoffnung in Schwierigkeiten
  • Psalm 105,1-7                Fraget nach dem Herrn und seiner Macht, suchet sein Angesicht allezeit!

Offenbar liegen eine ganze Menge Verheißungen auf dem Suchen nach Gott. Ich meine, es ist damit nicht nur ein aktives Tun, sondern eine grundsätzliche Haltung gemeint, oder?

Fragen für den gemeinsamen Austausch:

  1. Wenn Gott suchen nicht nur eine Tätigkeit, sondern eine Haltung ist – welche Haltung wird in diesem Text beschrieben?
  2. Welche Rolle spielt das Suchen nach Gott in diesem Abschnitt?
  3. Kann ich mich in diesem Suchen nach Gott heute selbst wiederfinden?

Wie gross ist dein Gott

Wie GROSS ist dein Gott

 

Im vergangenen Jahr haben wir uns in der Serie „So ist ER“ mit einer ganzen Reihe von persönlichen Eigenschaften Gottes beschäftigt und so unseren Blick für seine Vielfalt und Schönheit geschärft. Wir haben auch darüber nachgedacht, welchen Einfluss diese Aspekte seiner Persönlichkeit auf unser Arbeitsumfeld haben.

In dieser neuen Serie dreht sich alles um Seine Größe, Macht und Stärke. Denn unsere Vorstellung von Gott ist fundamental für unseren Glauben. Ich behaupte:

Man kann keinen großen Glauben in einen kleinen Gott haben.

Die Vorstellung eines liebenden, guten, gerechten und rettenden Gottes wirkt doch erst da in unseren Alltag hinein, wo wir zutiefst davon überzeugt sind, dass er lebt, wirklich groß und mächtig ist und sich in Güte und Liebe uns zuwendet. Nicht wahr?

Lasst uns gemeinsam (wieder-)entdecken, wie groß und wunderbar unser Gott ist. Die kommenden Bibelfrühstückstermine sollen in diesem Sinne Kraftfutter für unseren Glaubensein. Für den Alltag zuhause und bei der Arbeit. Los geht’s:

 

  • Nehemia 9,1-6 Mein Gott, der Schöpfer des Universums
  • Psalm 90,1-4 Mein Gott, der Ewige – ohne Anfang und ohne Ende
  • Psalm 139,13-18+23-24 Mein Gott, der mich geschaffen hat und durch und durch kennt
  • Nehemia 9,7-23+30-32a Mein Gott, der Wunder tut – für seine Kinder
  • 5.Mose 32,3+4 Mein Gott hält, was er verspricht
  • 1.Korinther 15,1-33 Mein Gott, der den Tod besiegt hat
  • 2.Könige 18,28-37+19,1-7+32-37 Mein Gott ist stärker, als meine Bedränger
  • 1.Samuel Kapitel 17 Mein Gott macht mich stärker
  • 5.Mose 20,1-4+31,1-8 Mein Gott, der mich nicht im Stich lässt
  • 1.Korinther 6,11+Kolosser 2,5-15 Mein Gott der meine Vergangenheit erledigt hat
  • Psalm 139,1-12 Mein Gott, der immer an meiner Seite ist und mich nie verlässt
  • Matthäus 6,24-34 Mein Gott, der mich sicher versorgt
  • 1.Korinther 15,50-58 Mein Gott, der Auferstehung und ewigen Sieg für mich hat

 

Fragen für den gemeinsamen Austausch:

  1. Wie beschreibt der Textabschnitt die Größe Gottes?
  2. Wie ist diese Eigenschaft Gottes heute zu verstehen und was bedeutet sie für mich?
  3. Habe ich diese Seite von Gott schon selbst erlebt?

Biblisch beten – die überraschende Kraftquelle

 

In Matthäus 6 (und Lukas 11) hat uns Jesus selbst ein Gebet gegeben, das wir als Vorbild für unsere Gebete nehmen. Es ist eine gute Tradition, dass dies in allen christlichen Gemeinden und vielen Häusern bis heute mehr oder weniger regelmäßig gebetet wird. Kein anderes vorformuliertes Gebet kennen wir so gut. Es gibt aber noch andere Texte in der Bibel, an denen wir uns für unser Beten orientieren können.

In dieser Serie wollen wir unsere Aufmerksamkeit auf Texte lenken, die wir als Anregung zum eigenen Gebet nehmen können. Wir formen eigene Gebete daraus. Wenn wir uns Bibeltexte auf diese Weise zu eigen machen, entfalten sie eine besondere Kraft, sie gehen unter die Haut.
Jesus spricht z.B. in Matthäus 11,28: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.“ Wir dürfen also seine Worte nehmen und ein Gebet daraus formen: „Ich komme zu dir, weil ich mühselig und beladen bin. Du willst mich erquicken.“ Oder in etwas modernerem Deutsch: „Ich komme zu Dir, weil ich erschöpft bin und unter meiner Last leide. Du wirst mir Ruhe schenken.“

Die ausgewählten Texte drehen sich insbesondere um Gottes Kraft in unserem Leben.

– Matth 11,25-30 Erschöpfung. Ich komme damit zu Jesus
– Eph 1,17-21 Seine unermesslich große Kraft in mir. Damit ist Christus auferstanden
– Eph 3,14-21 Kraft, Liebe und Reichtum des Lebens. Christus lebt in mir
– 1.Thess 3,12+13 Liebe füreinander. So werde ich innerlich stark


– Mat 7,7-12 Bitten – Suchen – Anklopfen

Die Bibeltexte befinden sich nachfolgend. Darunter stehen jeweils Vorschläge für ein persönliches Gebet, das aus dem Text abgeleitet ist.

So können wir darüber ins Gespräch kommen:
1. Wir lesen den Bibeltext gemeinsam.
2. Austausch: Was sagt der Bibeltext über Gott und seine Absichten aus?
3. Wir lesen das persönliche Gebet zuerst leise, dann gemeinsam laut.
4. Austausch: Wie geht es mir mit diesem Gebet?

 

Jesus betet in Matthäus 11,25-30(HFA)

25 Zu der Zeit betete Jesus: »Mein Vater, Herr über Himmel und Erde! Ich preise dich, dass du die Wahrheit über dein Reich vor den Klugen und Gebildeten verborgen und sie den Unwissenden enthüllt hast.

26 Ja, Vater, das war dein Wille, so hat es dir gefallen.

27 Mein Vater hat mir alle Macht gegeben. Nur der Vater kennt den Sohn. Und nur der Sohn kennt den Vater und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will.

28 Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.

29 Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben.

30 Das Joch, das ich euch auflege, ist leicht, und was ich von euch verlange, ist nicht schwer zu erfüllen.«

Davon abgeleitet, darf ich beten:

Mein Vater, Herr über Himmel und Erde! Ich preise dich, dass du die Wahrheit über dein Reich vor den Klugen und Gebildeten verborgen und sie den Unwissenden enthüllt hast.

Ja, Vater, das war dein Wille, so hat es dir gefallen.

Du Vater, hast Jesus alle Macht gegeben. Nur du kennst den Sohn. Und nur der Sohn kennt den Vater und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will.

Ich komme zu Dir, weil ich mich abmühe und unter meiner Last leide! Du wirst mir Ruhe geben.

Ich vertraue mich deiner Leitung an und lerne von dir, denn du gehst behutsam mit mir um und siehst auf niemanden herab. So finde ich Ruhe für mein Leben.

30 Das Joch, das du mir auflegst, ist leicht, und was du von mir verlangst, ist nicht schwer zu erfüllen.


Paulus betet für die Epheser in Eph 1,17-21

17 Ihn, den Gott unseres Herrn Jesus Christus, den Vater, dem alle Herrlichkeit gehört, bitte ich darum, euch durch seinen Geist Weisheit und Einblick zu geben, so dass ihr ihn und seinen Plan immer besser erkennt.

18 Er öffne euch die Augen, damit ihr seht, wozu ihr berufen seid, worauf ihr hoffen könnt und welches unvorstellbar reiche Erbe auf alle wartet, die zu Gott gehören.

19 Ihr sollt erfahren, mit welcher unermesslich großen Kraft Gott in uns, den Glaubenden, wirkt. Ist es doch dieselbe gewaltige Kraft,

20 mit der er am Werk war, als er Christus von den Toten auferweckte und ihm in der himmlischen Welt den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gab!

21 Mit ihr hat Gott ihn zum Herrscher eingesetzt über alle Mächte und Gewalten, über alle Kräfte und Herrschaften, ja, über alles, was Rang und Namen hat in dieser und in der zukünftigen Welt. Text

Davon abgeleitet, darf ich beten:

Gott unseres Herrn Jesus Christus, den Vater, dem alle Herrlichkeit gehört, bitte ich darum, mir durch seinen Geist Weisheit und Einblick zu geben, so dass ich dich und deinen Plan immer besser erkenne.

Öffne mir die Augen, damit ich sehe, wozu ich berufen bin, worauf ich hoffen kann und welches unvorstellbar reiche Erbe auf alle wartet, die zu Gott gehören.

Ich will erfahren, mit welcher unermesslich großen Kraft du in mir und allen Glaubenden, wirkst. Es ist doch dieselbe gewaltige Kraft,

mit der du am Werk warst, als du Christus von den Toten auferweckt und ihm in der himmlischen Welt den Ehrenplatz an deiner rechten Seite gabst!

Mit dieser Kraft hast du ihn zum Herrscher eingesetzt über alle Mächte und Gewalten, über alle Kräfte und Herrschaften, ja, über alles, was Rang und Namen hat in dieser und in der zukünftigen Welt.


Paulus betet für die Epheser in Epheser 3,14-21  (HFA)

14 Darum knie ich nieder vor Gott, dem Vater, und bete ihn an,

15 ihn, dem alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde ihr Leben verdanken und den sie als Vater zum Vorbild haben.

16 Ich bitte Gott, euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft zu schenken, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet.

17 Mein Gebet ist, dass Christus durch den Glauben in euch lebt. In seiner Liebe sollt ihr fest verwurzelt sein; auf sie sollt ihr bauen.

18 Denn nur so könnt ihr mit allen anderen Christen das ganze Ausmaß seiner Liebe erfahren.

19 Ja, ich bete, dass ihr diese Liebe immer tiefer versteht, die wir doch mit unserem Verstand niemals ganz fassen können. Dann werdet ihr auch immer mehr mit dem ganzen Reichtum des Lebens erfüllt sein, der bei Gott zu finden ist.

20 Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.

21 Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen. Amen.

Davon abgeleitet, darf ich beten:

Darum knie ich nieder vor Gott, dem Vater, und bete ihn an,

ihn, dem alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde ihr Leben verdanken und den sie als Vater zum Vorbild haben.

Ich bitte Gott, mir aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft zu schenken, damit ich durch seinen Geist innerlich stark werde.

Mein Gebet ist, dass Christus durch den Glauben in mir lebt. In seiner Liebe will ich fest verwurzelt sein; auf sie will ich bauen.

Denn nur so kann ich mit allen anderen Christen das ganze Ausmaß seiner Liebe erfahren.

Ja, ich bete, dass ich diese Liebe immer tiefer verstehe, die ich doch mit meinem Verstand niemals ganz fassen kann. Dann werde ich auch immer mehr mit dem ganzen Reichtum des Lebens erfüllt sein, der bei Gott zu finden ist.

Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.

Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen. Amen.

Paulus betet für die Thessalonicher in 1.Thess 3,12+13

12 Euch aber schenke der Herr immer größere Liebe zueinander und zu allen anderen Menschen – eine Liebe, wie wir sie euch gegenüber haben.

13 So werdet ihr innerlich stark, ihr lebt ganz für Gott, unseren Vater, und könnt frei von aller Schuld vor ihn treten, wenn Jesus, unser Herr, kommt mit allen, die zu ihm gehören.

Davon abgeleitet, darf ich beten:

Herr, schenke mir eine immer größere Liebe zu den Geschwistern der Gemeinde und zu allen anderen Menschen – eine Liebe, wie Paulus sie für die Gemeinde hatte.

So werde ich innerlich stark, lebe ganz für Gott, unseren Vater und kann frei von aller Schuld vor ihn treten, wenn Jesus, unser Herr, kommt mit allen, die zu ihm gehören.

So ist er – entdecke Gottes Persönlichkeit

Wir nennen uns Christen, glauben an den einen Gott.

Was können wir über ihn sagen, wenn wir gefragt werden?

Wie ist Gott eigentlich?

Wie beschreibt er sich selbst?

Aber Achtung! Es geht diesmal nicht darum, mehr über ihn zu wissen.

Kopfwissen ist tot und nutzlos, wenn wir es nicht erfahren.

Weißt Du nur, dass Gott gütig ist oder kennst Du seine Güte aus eigener Erfahrung?

Und es geht noch weiter, denn schließlich ist das Bibelfrühstück ja für Leute, die in der Wirtschaft Verantwortung tragen: Kennst Du Gott mit all seinen Attributen auch in Deinem Alltag in der Firma? Ich will Dir einen Anreiz geben, Dich auf die Suche nach Gott im Alltag zu machen. Kann es sein, dass er mit seiner Allmacht gerade in diesem Krisenfall zu finden ist? Kann ich Gottes Allwissenheit auch in jener Sache anrufen? Ist diese Personal-Situation eine, bei der ich Gottes Gerechtigkeit und Gnade erleben darf? Lass Dich ein, diesen wunderbaren, liebenden Gott in allen Lebensbereichen zu entdecken.

  • Gott ist eine Person, deshalb kann ich innige, persönliche Beziehung zu ihm haben.  Ps 25,14 + Jer 29,13
  • Gott ist allmächtig, deshalb kann er mir in Allem beistehen.  Jer 32,17 + Phil 4,13
  • Gott ist überall, deshalb ist er immer bei mir.  Ps 139,7-10 + Matth 28,20
  • Gott weiß alles, deshalb kann ich mit all meinen Fragen und Sorgen zu ihm kommen.  Rö 11,33-34 + Jak 1,5-6
  • Gott ist souverän, deshalb kann ich mich voller Vertrauen seinem Willen unterstellen.  Chr 29,11-12 + Jer 10,23
  • Gott ist heilig, deshalb widme ich mich ihm in Reinheit, Anbetung und Dienstbereitschaft.  2.Mo 15,11 + 1.Pet 1,15
  • Gott ist absolute Wahrheit, deshalb glaube ich seinem Wort und lebe danach.  Joh 18,37 + Ps 86,11
  • Gott ist gerecht, deshalb wird er immer gerecht mit mir umgehen.  Ps 145,17 + Ps 5,12-13
  • Gott ist Liebe, deshalb liegt ihm mein Wohlergehen am Herzen.  Eph 3,17-18 + Rö 8,39
  • Gott ist gnädig, deshalb kann ich Vergebung erfahren.  Jak 5,11 + Heb 4,16
  • Gott ist treu, deshalb kann ich mich auf seine Zusagen verlassen.  Ps 89,9 + 1.Petr 4,19
  • Gott verändert sich nicht, deshalb ist meine Zukunft in Ewigkeit gesichert.  Jak 1,17 + Heb 13,8

Diese Fragen können helfen, ins Gespräch zu kommen:

  1. Was sagt der Bibelvers über Gott aus?
  2. Wie ist diese Eigenschaft Gottes zu verstehen und was bedeutet sie für mich?
  3. Habe ich diese Seite von Gott schon in meinem Leben entdeckt?

Kleine Aufgabe? Großer Charakter. Große Wirkung!

Stephanus war ein herausragendes Mitglied der Urgemeinde des Christentums.

Mit ihm verbinden wir den ersten Märtyrer, einen Mann, der sein Leben für das Evangelium gegeben hat. 

Aber bevor einer sein Leben für das Evangelium geben kann, muss er zuerst ein Leben für das Evangelium leben

Gott schult seine Diener unter anderem dadurch, dass er ihnen auch unbedeutende Aufgaben überträgt. Dort können sie sich bewähren. Stephanus war ein fähiger Verwalter und Bote, bevor er als Märtyrer in die Geschichte des Christentums einging. Dazwischen liegt eine packende Geschichte von Kraft und Wirksamkeit, die weit über die Verteilung von Lebensmitteln hinausgeht. Sie zeigt uns auch, dass wir einen wirkungsvollen Dienst tun können, egal, auf welchem Posten wir eingeteilt sind.

Was können wir als Führungskräfte heute noch von Stephanus und Gottes Handeln in seinem Leben lernen? Lesen wir in der Apostelgeschichte nach:

 

  • Apg 6,1-7 Merkmale: Fester Glauben, erfüllt vom heiligen Geist
  • Apg 6,8-10 Von Gnade geleitet, mit Kraft erfüllt und Weisheit
  • Apg 6,11-15, Gesicht, wie ein Engel
  • Apg 7,35-43 Der kennt die Schriften (und kann sie gut zusammenfassen)
  • Apg 7,44-53 Der traut sich was
  • Apg 7,54-56 Den Blick fest auf die Herrlichkeit Gottes gerichtet
  • Apg 7,57-8,4 Demut und Barmherzigkeit mitten im Untergang

 

Diese Fragen können helfen, ins Gespräch zu kommen:

  1. Welche Eigenschaft wird hier über Stephanus berichtet?
  2. Welche Wirkung hatte das auf die anderen Menschen?
  3. Habe ich diese Eigenschaft auch? Wie kann ich sie bekommen?

7 Schritte zur finanziellen Freiheit

Eine Serie für das Bibelfrühstück, abgeleitet von Material von Duane Conrad (Vorstandsvorsitzender von Compass e.V., Gießen), mit freundlicher Genehmigung.     www.compass-d.de

An nichts zeigt sich unser wahrer Glaube so sehr, wie an unserem Umgang mit Menschen und Dingen. Manch einer hält sich selbst für „christlich“, handelt jedoch ganz nach den Werten und Maßstäben eines gottlosen Zeitgeistes. Besonders deutlich wird das an unserer Abhängigkeit vom Geld. Wie viele Christen leiden, genau wie jeder andere auch, unter den Zwängen, die das Streben nach Geld mit sich bringt. Dabei sind wir doch zur Freiheit berufen!

Die Bibel zeigt uns sogar die Haltungen und Schritte auf, die zur finanziellen Freiheit führen. In dieser kleinen Serie wollen wir uns damit auseinandersetzen. Ich verspreche reichen Profit davon!

  • Matthäus 6,19-21 Werde frei von der Abhängigkeit zum Geld
  • Mose 10,14 Vertraue Gott als der alleinigen Quelle der Versorgung
  • Kor 4,2; Matth 25,14-30 Arbeite als treuer Verwalter
  • Maleachi 3,10; 2. Kor 9,7 Gib den Zehnten – mit der richtigen Haltung
  • 5 Mose 15,6; Sprüche 22,7 Nimm deine Schulden in Angriff und meide sie in Zukunft
  • Matth. 6,32 Schließe Deinen Kreis (siehe Grafik unten)
  • Lukas 6,38; Apg 14,15-17 Lebe in Gottes Versorgung – im Überfluss

Um die Frage „Wieviel ist für mich genug?“ praktisch anzugehen, können wir symbolisch einen Kreis zeichnen, um all das Geld, das wir für uns persönlich brauchen: Um alle unsere Verpflichtungen, Bedürfnisse und Wünsche. Wenn wir darüber beten, klären wir mit Gott ab, wie groß unser Kreis, also unser finanzieller Rahmen, tatsächlich sein soll. Er weiß, was wir brauchen (Matth. 6,32).

 

Solange diese Frage noch nicht beantwortet ist, leben wir in einem System des „offenen Kreises“. Jedes Mehr an Geld, das in diesen „Kreis“ kommt, erhöht gleichzeitig unsere Ausgaben und dient so nur dazu, den Kreis zu vergrößern.

Diese Fragen können helfen, ins Gespräch zu kommen:

  1. Inwiefern geht es in diesem Textabschnitt um Geld? Gilt das auch noch heute?
  2. Beherrsche ich das Geld oder beherrscht das Geld mich?
  3. Wie kann ich daraus konkrete Schritte in die finanzielle Freiheit üben?

Grosszügigkeit

Menschen, die Verantwortung tragen, müssen immer auch einen Blick für die Ressourcen haben, mit denen sie umgehen. Ein verschwenderischer Umgang damit kann die eigene Existenz gefährden. Sparsamkeit ist eine wertvolle Tugend. Auch die Bibel ermutigt uns gute Verwalter der anvertrauten Güter zu sein. Aber leicht kann einer nach außen wie ein Geizkragen wirken, wenn er es nicht nur mit dem Geschäftsvermögen, sondern auch im privaten Bereich mit der Sparsamkeit übertreibt.

In Gesprächen kommt dann schon mal die Frage auf, wo die Ideallinie für den richtigen Umgang mit dem Vermögen liegt. Ist es der sogenannte „goldene Mittelweg“? 

Eine der herausragendsten Eigenschaften Gottes ist aber seine Großzügigkeit. Wir sehen sie nicht nur in der Schöpfung, sondern vor allem darin, wie er mit uns umgeht:

Ich kann nur meine Knie beugen vor Gott, dem Vater, dem Vater von allem, was im Himmel und auf der Erde ist. Ich bete, dass er euch aus seinem großen Reichtum die Kraft gibt, durch seinen Geist innerlich stark zu werden. Und ich bete, dass Christus durch den Glauben immer mehr in euren Herzen wohnt und ihr in der Liebe Gottes fest verwurzelt und gegründet seid. So könnt ihr mit allen Gläubigen das ganze Ausmaß seiner Liebe erkennen. Und ihr könnt auch die Liebe erkennen, die Christus zu uns hat; eine Liebe, die größer ist, als ihr je begreifen werdet. Dadurch wird euch der Reichtum Gottes immer mehr erfüllen. Durch die mächtige Kraft, die in uns wirkt, kann Gott unendlich viel mehr tun, als wir je bitten oder auch nur hoffen würden. Ihm gehört alle Ehre in der Gemeinde und durch Christus Jesus für alle Zeit und Ewigkeit. Amen. Eph. 3,14-20

John Maxwell* nennt die Großzügigkeit eine der 21 wichtigsten Eigenschaften, die eine gute Führungs­kraft haben sollte. Dazu nennt er einige Bibelstellen die Gottes Großzügigkeit reflektieren:

  • Mose 14,27-15,18 Seid vielmehr großzügig…
  • Ruth 2,8-19 Der Herr segne den, der sich so großzügig um Dich gekümmert hat!
  • Prediger 11 Wer immer nach dem Wind sieht, wird nichts ernten…
  • Lukas 9,12-17 Gebt ihr ihnen zu essen
  • Apostelgeschichte 5,1-11 Mehr Schein, als Sein
  • Korinther 8,2-5 Das große Vorrecht, sich beteiligen zu dürfen…

Diese Fragen können helfen, ins Gespräch zu kommen:

  1. Welche Form der Großzügigkeit wird hier beschrieben?
  2. Für wen gilt der Abschnitt? Wer ist gemeint? Gilt das auch für mich?
  3. Wie kann ich heute und in den kommenden Tagen solche Großzügigkeit üben?

Weitersagen!

Seit Jahren schauen wir uns Bibelabschnitte an, um als Führungskräfte und Chefs zugerüstet zu werden für die Herausforderungen in der Firma und im Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Familie. Wir stärken unseren Glauben und schulen uns gegenseitig darin, Führungs­kräfte und Chefs nach dem Herzen Gottes zu sein.

Und das alles in einem Umfeld, voller Menschen, die zwar spirituell interessiert sind und auf der Suche nach Gott – allerdings wissen sie das nicht, jedenfalls nicht, dass die Antwort auf ihre Suche Jesus heißt.

Apostelgeschichte 4,12 In ihm allein gibt es Erlösung! Im ganzen Himmel gibt es keinen anderen Namen, den die Menschen anrufen können, um errettet zu werden.« (Neues Leben Übersetzung)

Wir haben uns schon manches Mal darüber unterhalten, dass wir so leben wollen, dass wir gefragt werden. Dass unser Lebensstil, unser Umgang mit Menschen, unsere Worte und unsere Taten es den Menschen leichtmachen, uns über die Quelle unserer Hoffnung und Gelassenheit zu befragen. Dass sie neugierig auf die Ursache unserer Großzügigkeit, unserer Annahme und Freundlichkeit, ja auf unseren Glauben sind.

Und dann? Was sagen wir eigentlich, wenn uns ein Geschäftspartner oder Mitarbeiter über das Christentum, die Bibel, über Gott und über Jesus befragt? Wie erklärt man eigentlich den christlichen Glauben? So dass in 10-15 Minuten die wichtigsten Punkte vermittelt sind und der Zuhörer sich persönlich eingeladen fühlt? Erzählen wir von der Schöpfung und dem Sündenfall, von der Autorität der Bibel, der Jungfrauengeburt, der Taufe, Kreuzigung und Auferstehung Jesu?

Mein Vorschlag ist: Konzentriere Dich auf 4 Punkte. Darin kannst Du alles, worauf es am Anfang ankommt, vermitteln. Zu jedem Punkt habe ich ein paar Bibelstellen für Dich zur Unterstützung eingefügt:

#1  Gott liebt dich!

Gott will, dass es dich gibt, und er sehnt sich nach einer Beziehung mit dir. Du glaubst vielleicht nicht an Gott, aber er glaubt an dich. Er hat Gutes mit dir und mit dieser Welt vor.

  • Gott ist zu 100% Liebe Johannes 4,16+19 Gott hat gute Absichten mit dir Jeremia 29,11
  • Gott will, dass dein Leben gut wird Johannes 10,10 Gottes Leitung ist einfach gut für dich Johannes 8,12

#2  Problem: Wir sind von Gott getrennt.

Gott will eine Beziehung zu uns und alles könnte so einfach sein. Aber wir sind von Gott getrennt. Diese Trennung nennt die Bibel „Sünde“. Ihretwegen merken wir meist nichts von Gottes Liebe.

  • Sünde trennt von Gott Jesaja 59,2 Sünde führt zum Tod, statt zum Leben. Jakobus 1,15
  • Wir können uns nicht selbst von Sünde befreien. Römer 7,24+25

#3  Gottes Einsatz für uns: Jesus.

Gott liebt dich, aber wir sind getrennt von ihm. Was tun? Gottes Brücke für dich ist Jesus. In Jesus kommt Gott zu uns. Durch ihn kannst du seine befreiende Liebe erleben und ein Leben mit Gott anfangen.

  • Jesus hat den Weg freigemacht. Korinther 5,19 Jesus starb dafür für dich und mich. 1.Petrus 3,18
  • Jesus tat, was wir nicht können. Epheser 2,8+9 Jesus ist der Weg zu Gott geworden. Johannes 14,6

#4  Die Herausforderung: Deine Entscheidung.

Was hat das alles mit dir zu tun? Gott hat alles vorbereitet. Seine Hand ist ausgestreckt. Willst du Gott persönlich kennenlernen?

  • Jesus hat den Tod überwunden. Korinther 15,3-6 Du kannst seine Vergebung annehmen. Römer 3,25
  • Er wartet auf deine Reaktion. Offenbarung 3,20 Du kannst dich ihm anvertrauen. Johannes 10,11,27+28

Diese Fragen können uns helfen, ins Gespräch zu kommen:

  1. Wie habe ich diesen Punkt des Evangeliums persönlich zum ersten Mal verstanden und erlebt?
  2. Wie kann man diesen Bibelvers kurz und knapp mit einem persönlichen Beispiel veranschaulichen?

Grundmodell aus „Gott kennenlernen“ von Campus für Christus

Gnade!!!

Gnade2In unserer Geschäftswelt geht es oft gnadenlos zu. Wettbewerber, Verhandlungspartner und Liefer­an­ten bekommen den harten Umgang des Marktes zu spüren. Mitarbeiter und Kollegen leiden unter dem gnadenlosen Druck und erleben ihre Arbeit als einen ständigen Kampf, den sie kaum gewinnen können.

Selbst Mitarbeiter in christlich geführten Firmen berichten von Chefs, die gnadenlos mit ihnen umgehen. Wie kann das sein? Gerade Christen wissen doch, dass wir alle „Begnadigte“ sind. Allein aus Gnade, nicht aus eigenem Verdienst dürfen wir uns Kinder Gottes nennen. Die Gnade Gottes ist der Kern der guten Botschaft, dem Evangelium.

Aber was bedeutet Gnade eigentlich? Sie ist einer der am häufigsten genannten Begriffe im neuen Testament und kommt ständig in Predigten und Liedern vor. Dennoch scheint es schwierig zu sein, sie in unseren Alltag hineinzutragen. Gnade hat Gegenspieler: das Gesetz und die (eigene) Leistung. Diese beiden spielen besonders im Arbeitsumfeld zentrale Rollen. Vielleicht hat die Gnade deshalb bisher so wenig in unseren Firmen Einzug gehalten?

Gott ist gnädig. Wir sollen es auch sein. Gnade verstehen heißt Gott verstehen und sich selbst neu einordnen. Das verändert unser ganzes Leben. Zunächst unser Glaubensleben, dann die anderen Bereiche. Der Autor des Römerbriefes hat erlebt, wie schwer es den Menschen fällt, sich auf ein Denken, Glauben und Handeln aus der Gnade Gottes einzulassen. Deshalb hat er nicht weniger als 8 Kapitel diesem Thema gewidmet. Kommt, wir schauen mal zusammen rein und machen uns auf die Suche nach Schätzen für uns und unser Lebensumfeld privat und bei der Arbeit. Fangen wir gleich mit

Römer 1,15-17                     Gerecht aus Glauben an.

Römer 2,1-16                       So wäre es ohne Gnade – die Wirkungsweise des Gesetzes

Römer 2,17-29                     Auch religiös sein nützt nichts! Es kommt auf den heiligen Geist an! V.29

Römer 3,9-20 + 7,14-25       Keiner schafft es. Es geht einfach nicht durch eigene Anstrengung!

Römer 3,21-31                     Doch Gottes Gerechtigkeit ist nur im Glauben zugänglich – durch Gnade V.24

Römer 4,1-25                       Beispiel Abraham: Nicht durch Leistung, sondern durch Glauben

Römer 5,1-11                       Freier Zugang zu Gott durch Gnade + Verheißung der Ewigkeit

Römer 5,12-21                     Vergleich Adam (altes Denken) und Jesus (neues Denken = frohe Botschaft)

Römer 6,1-23                       Zwei Erklärungsweisen: Tot für die Sünde und der Sklavenvergleich

Römer 7,1-6                         Befreit vom Gesetz – frei für Gott.

Römer 7,7-13                       Die Sünde missbraucht das Gesetz, um uns zu verführen

Römer 8,1-17 + 31-39          Die große Zusammenfassung und die ewige Zusage seiner Liebe!

 

Diese Fragen können uns helfen, ins Gespräch zu kommen:

  1. Wie drückt sich in diesem Abschnitt die Gnade Gottes aus?
  2. Was bedeutete diese Aussage im Brief für die Gemeinde in Rom?
  3. Wie kann sich diese Aussage in meinem Glaubensleben und meinem Arbeitsumfeld auswirken?

Was wir zum Leben brauchen

Wer einmal einen schweren Unfall hatte, eine lange Krankheit oder wer mit Katastrophen in Berührung gekommen ist, wird sich ganz neu der wenigen Dinge bewusst, die eigentlich wichtig sind und die im Grunde alles sind, was wir zum Leben brauchen. Vieles, was wir im Laufe der Zeit für selbstverständlich gehalten haben, wird auf einmal unendlich wertvoll. Plötzlich sind wir glücklich darüber, dass uns jemand die Hand hält und ein paar Worte des Trostes zuspricht, dankbar für ein einfaches Glas sauberes Wasser und ein Stück Brot.

Im krassen Gegensatz dazu steht, womit wir uns die meiste Zeit in der Woche beschäftigen. Der Stress bei der Arbeit, die vielen Erledigungen, die Stunden vor dem Fernseher oder im Internet…

In dieser kleinen Serie wollen wir uns mit den wirklich lebenswichtigen Dingen beschäftigen. Aussagen aus der Bibel, die wir zum Leben brauchen und die vielleicht im Laufe der Zeit in den Hintergrund der Selbstverständlichkeit gerutscht sind. Wer sich bewusst macht, was im Leben am nötigsten ist, legt den Grundstein für Dankbarkeit und ein glücklicheres Leben. Und er kann einen Blick dafür entwickeln, was er anderen weitergeben sollte. rotes Kreuz

Brot                 Johannes 6,24-51                 Matthäus 6,7-13

Wasser           Johannes 4,5-30+39-42       Johannes 7,37+38

Licht                Johannes 12,34-41+44-50   Matthäus 5,13-16                Psalm 84,12

Liebe               1. Johannes 4,7-21               Römer 5,6-11

Schutz             Johannes 10,1-16                 Psalm 18,1-8+17-21

Annahme        Psalm 103                             Lukas 15,17-24

Vergebung      1.Johannes 1,5-10                Epheser 1,3-14                     Epheser 4,32

Familie           Galater 4,3-7                        Matthäus 12,46-50

Führung          Psalm 139,23+24                  Jesaja 45,1-6                        Psalm 32,8

Sinn                 Philipper 3,2-20                   Johannes 6,66-69

 

Diese Fragen können uns helfen, ins Gespräch zu kommen:

  1. Wie ist es den Menschen in der Antike mit diesen Aussagen gegangen?
  2. Wie hast Du in Deinem Leben dieses lebenswichtige Gut erfahren?
  3. Wie können wir das heute weitergeben?